Ein Workshop-Programm für Führungskräfte, HR und Organisationsentwicklung
Viele Organisationen möchten das Thema Neurodiversität ernsthaft angehen. Sie wissen, dass es relevant ist. Sie wissen, dass etwas nicht stimmt, wenn bestimmte Menschen dauerhaft mehr Energie aufwenden müssen als andere, bevor die eigentliche Arbeit beginnt. Und sie wissen, dass ein einstündiges Sensibilisierungs-Webinar das nicht löst.
Dieser Workshop ist für Organisationen, die mehr wollen als einen Haken.
Er vermittelt kein Diagnosewissen. Er erstellt keine Listen mit Merkmalen neurodivergenter Menschen. Und er verspricht keine einfachen Lösungen.
Er stellt die Frage, die selten gestellt wird: Welche Bedingungen haben wir geschaffen – in unserer Kommunikation, unserer Führung, unseren Prozessen, unseren Räumen – und wen schließen diese Bedingungen aus, ohne dass wir es beabsichtigen?
Die Antwort auf diese Frage ist der Anfang von echtem Wandel.
Für wen ist dieses Programm?
Für Führungskräfte, die klarer führen möchten – nicht nur für neurodivergente Mitarbeitende, sondern für alle.
Für HR-Verantwortliche, die Prozesse gestalten, die tatsächlich messen, was sie messen sollen.
Für Teams, die gemeinsam eine Sprache entwickeln möchten, mit der sie über Unterschiede sprechen können – ohne zu pathologisieren und ohne zu romantisieren.
Für Organisationen, die verstehen, dass gute Arbeitsbedingungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen fast immer auch gute Arbeitsbedingungen für alle sind.
Was Sie erwartet
Kein Frontalunterricht. Kein Pflichtprogramm-Charakter. Keine vereinfachenden Diagnose-Checklisten.
Stattdessen: Konkrete Übungen, die Sie etwas erleben lassen, statt nur erklären. Fallarbeit aus dem Organisationsalltag, die nah an Ihrer Realität ist. Transferaufgaben, die zu echten Veränderungen führen. Und einen Raum, der selbst so gestaltet ist, wie wir es von Organisationen fordern: offen für unterschiedliche Beteiligungsformen, frei von unnötigem Druck, klar in seiner Struktur.
Jedes Modul ist in sich abgeschlossen und gleichzeitig Teil eines Ganzen. Sie können einsteigen, wo es für Sie sinnvoll ist. Und Sie können so tief gehen, wie Ihre Organisation es braucht.
Die drei Formate im Überblick
Kompaktworkshop für einen ersten Einstieg.
Mehrtagesformat für vertiefte Auseinandersetzung.
Modulares Jahresprogramm für nachhaltige Kulturentwicklung.
Alle Formate sind in Präsenz konzipiert und hybrid adaptierbar.
Manchmal braucht eine Organisation zunächst einen gemeinsamen Ausgangspunkt. Eine gemeinsame Sprache. Ein gemeinsames Verständnis davon, worum es beim Thema Neurodiversität wirklich geht – jenseits von Klischees, Diagnose-Listen und gut gemeinten, aber inhaltlich dünnen Sensibilisierungsmaßnahmen.
Unser Kompaktworkshop ist dieser Ausgangspunkt.
An einem Tag arbeiten Sie und Ihre Gruppe durch die zentralen Grundlagen: Was bedeutet Neurodiversität wirklich? Warum entstehen Schwierigkeiten häufig nicht in Menschen, sondern im Zusammenspiel von Mensch und Umgebung? Welche Bedingungen ermöglichen Innovation – und welche verhindern sie? Und welche konkreten Handlungsfelder gibt es in Ihrer Organisation?
Der Tag endet nicht mit einem Zertifikat und einer Checkliste. Er endet mit einem klaren Bild davon, wo Sie stehen, was Sie verändern könnten und was dafür notwendig wäre.
Was Sie an diesem Tag erwartet
Morgens beginnen wir mit Grundlagen und Wahrnehmung. Wir arbeiten mit einer Wahrnehmungsübung, die zeigt, wie unterschiedlich Menschen dieselbe Situation erleben. Wir klären, was Neurodiversität bedeutet und was es nicht bedeutet. Und wir unterscheiden den Defizitblick von einer Perspektive, die Bedingungen in den Blick nimmt statt Personen.
Nach der Mittagspause gehen wir in die Anwendung. Wir schauen auf Kommunikation und Missverständnisse: welche impliziten Normen in Ihrer Organisation gelten, wer davon profitiert und wer systematisch benachteiligt wird. Und wir schauen auf Führungsverhalten: Was bedeutet neurodiversitätssensible Führung konkret – ohne Diagnosen, ohne Sonderbehandlung, mit klarer Verantwortung?
Am Nachmittag Transfer und Abschluss: Welche Handlungsfelder sind für Ihre Organisation die relevantesten? Welche erste konkrete Veränderung ist möglich?
Eckdaten
Dauer:
Ein Tag, 9 bis 17 Uhr, 6 Stunden netto.
Teilnehmendenzahl:
10 bis 16 Personen.
Ort:
Bei Ihnen vor Ort oder an einem externen Veranstaltungsort.
Vorbereitung:
Einmaliges Vorgespräch von 60 Minuten zur Klärung von Zielen, Gruppe und Kontext.
Materialien:
Alle Arbeitsblätter und Unterlagen sind im Preis enthalten.
Nachbereitung:
Schriftliches Reflexionsdokument mit Beobachtungen und Empfehlungen.
Für wen dieser Tag besonders geeignet ist:
- Für Organisationen, die das Thema erstmals einführen möchten.
- Für Führungskräftetage und Klausuren, bei denen Neurodiversität ein Thema unter mehreren ist.
- Als Auftakt eines längeren Programms.
- Für kleinere Organisationen, die mit einem kompakten Format starten möchten.
Er ist kein Pflichttraining und kein Compliance-Format. Er ist keine therapeutische Veranstaltung. Und er ist nicht der Abschluss eines Prozesses, sondern sein Anfang.
Wenn Sie nach diesem Tag das Gefühl haben, dass mehr notwendig ist: Das ist kein Zeichen dafür, dass der Tag nicht gut war. Es ist ein Zeichen dafür, dass er sein Ziel erreicht hat.
Ein Tag reicht für Orientierung. Für echte Verhaltensveränderung reicht er nicht.
Das Mehrtagesformat gibt Ihnen und Ihrer Gruppe die Zeit, die das Thema verdient. Drei Tage, die entweder aufeinanderfolgend stattfinden oder – und das ist unsere Empfehlung – im Abstand von zwei bis vier Wochen. Denn zwischen den Tagen liegt das Eigentliche: der Alltag, in dem Sie das Gelernte erproben, Beobachtungen sammeln und Fragen entwickeln, die Sie zum nächsten Tag mitbringen.
Der Aufbau
Tag 1 behandelt Grundlagen und Perspektiven. Sie erarbeiten, was Neurodiversität bedeutet und was nicht, wie Innovation wirklich entsteht und warum Vielfalt allein nicht ausreicht, und wie unterschiedliche Denkweisen und Profile in Organisationen sichtbar werden können, ohne Stereotype zu erzeugen.
Tag 2 behandelt Kommunikation und Führung. Sie analysieren, welche impliziten Kommunikationsnormen in Ihrer Organisation gelten und wen sie ausschließen. Sie üben, Erwartungen explizit zu formulieren, Feedback handlungsfähig zu gestalten und Klärungsgespräche zu führen, die nicht pathologisieren.
Tag 3 behandelt Prozesse, Umgebung und Strategie. Sie durchleuchten Rekrutierungs- und Onboarding-Prozesse auf Barrieren, analysieren Ihre Arbeitsumgebung mit dem Prinzip Universal Design und entwickeln konkrete nächste Schritte für Ihre Organisation.
Was zwischen den Tagen passiert
Wenn die Tage im Abstand stattfinden, erhalten Teilnehmende zwischen den Modulen eine kurze strukturierte Reflexionsaufgabe. Kein großer Aufwand: 20 bis 30 Minuten Beobachtung und Notiz im Alltag. Diese Beobachtungen fließen in den nächsten Tag ein und machen den Workshop spürbar praxisnäher.
Eckdaten
Dauer:
Drei Tage à 6 Stunden netto, empfohlener Abstand 2 bis 4 Wochen.
Alternativ:
Zwei aufeinanderfolgende Tage plus ein dritter Tag nach 4 bis 6 Wochen.
Teilnehmendenzahl:
10 bis 16 Personen.
Vorbereitung:
Einmaliges Vorgespräch von 60 bis 90 Minuten.
Materialien:
Alle Unterlagen enthalten, optional Workbooks für Teilnehmende.
Nachbereitung:
Schriftliches Reflexionsdokument nach Abschluss des dritten Tages.
Für wen dieses Format besonders geeignet ist
- Für Führungsteams, die gemeinsam eine Grundlage entwickeln möchten.
- Für HR-Abteilungen, die Prozesse konkret verändern wollen.
- Für Organisationen, die ein aktuelles Thema wie Umstrukturierung, Inklusionsstrategie oder Führungskulturentwicklung zum Anlass nehmen.
- Für Gruppen, die bereit sind, sich wirklich einzulassen.
Kulturveränderung braucht Zeit. Nicht weil Menschen langsam sind, sondern weil Haltungen sich nicht in einem Workshop verändern. Sie verändern sich durch wiederholte Auseinandersetzung, durch Erfahrung im Alltag, durch Gespräche, die immer tiefer werden, weil eine gemeinsame Sprache entsteht.
Das modulare Jahresprogramm ist das Format für Organisationen, die das ernst meinen.
Sechs Halbtagsmodule über ein Jahr. Jedes Modul baut auf dem vorherigen auf. Dazwischen liegt der Alltag mit seinen Beobachtungen, Zweifeln, Fortschritten und neuen Fragen. Und eine Gruppe, die diesen Weg gemeinsam geht.
Die sechs Module
Modul 1 – Neurodiversität verstehen: Grundlagen, Wahrnehmung, Defizitblick und Umfeldperspektive. Was Neurodiversität bedeutet und was es nicht bedeutet. Erste eigene Bestandsaufnahme.
Modul 2 – Neurodiversität als Innovationsfaktor: Warum Vielfalt allein nicht ausreicht. Welche Bedingungen Innovationspotenziale aktivieren. Wie unterschiedliche Profile in Organisationen sichtbar werden können, ohne Stereotype zu erzeugen.
Modul 3 – Kommunikation und Missverständnisse: Implizite Kommunikationsnormen. Kommunikationsstil versus Kommunikationsfähigkeit. Meeting-Formate, Gesprächsführung und explizite Kommunikation als Schutzprinzip.
Modul 4 – Führung und Zusammenarbeit: Die vier Grundprinzipien neurodiversitätssensibler Führung. Erwartungen formulieren, Feedback geben, Klärungsgespräche führen. Psychologische Sicherheit als aktive Führungsaufgabe.
Modul 5 – Rekrutierung und Onboarding: Barrieren in Auswahlprozessen erkennen. Stellenausschreibungen überprüfen. Strukturierte Gespräche. Onboarding, das unterschiedliche Einarbeitungsbedürfnisse berücksichtigt.
Modul 6 – Arbeitsumgebung und Raum: Sensorische Belastungsfaktoren. Universal Design in der Praxis. Konkrete Maßnahmen auf verschiedenen Budgetstufen. Hybrid- und Remotearbeit neurodiversitätssensibel gestalten.
Was zwischen den Modulen passiert
Nach jedem Modul erhalten Teilnehmende eine kurze strukturierte Reflexionsaufgabe für den Alltag. 20 bis 30 Minuten. Diese Beobachtungen fließen in das nächste Modul ein.
Optional gibt es nach jedem Modul ein einstündiges Online-Gespräch in Kleingruppen von vier bis sechs Personen. Kein Frontalformat. Nur ein strukturierter Raum, um Beobachtungen zu teilen, Fragen zu stellen und voneinander zu lernen. Diese Gespräche sind freiwillig.
Was dieses Programm leistet
Eine gemeinsame Sprache im Führungsteam. Echte Verhaltensveränderung durch wiederholte Reflexion. Konkrete Maßnahmen in sechs Themenbereichen, die aus der eigenen Praxis entwickelt wurden. Den Aufbau einer dauerhaften Lernkultur rund um das Thema.
Eckdaten
Dauer:
Sechs Halbtagsmodule à 4 Stunden netto, im Abstand von 4 bis 6 Wochen über ein Jahr. Alternativ: monatlich ein Modul
Gesamtpräsenzzeit netto:
24 Stunden.
Teilnehmendenzahl:
10 bis 14 Personen für eine stabile Gruppe.
Vorbereitung:
Einmaliges Vorgespräch von 90 Minuten zur Programmplanung.
Materialien:
Alle Unterlagen enthalten, Workbooks für alle Teilnehmenden empfohlen.
Nachbereitung:
Schriftliches Abschlussdokument mit Empfehlungen nach Modul 6.
Optional:
Sechs Begleitgespräche online nach jedem Modul.
Für wen dieses Programm besonders geeignet ist
> Für Organisationen, die Neurodiversitätssensibilität als Teil ihrer Führungskultur verankern möchten.
> Für Unternehmen mit einem konkreten strategischen Anlass: Inklusionsstrategie, Umstrukturierung, Führungskulturentwicklung, Arbeitgeberattraktivität.
> Für Führungsteams, die gemeinsam wachsen wollen.
> Für Organisationen, die verstehen, dass Einmalmaßnahmen das Thema nicht lösen.