Mitten im Rauschen

Essays zur Zeit rund um Wahrnehmung, Gesellschaft, Kulturwandel
Neurodiversität und Weltbeziehung

Denkraum

Das wäre schon genug: wenn mehr Menschen aufhörten, sich für das zu schämen, was sie sind. Wenn Würde keine Leistung mehr wäre. Wenn die Verschiedenheit des Denkens, Fühlens und Wahrnehmens nicht als Problem gälte, das gelöst werden muss – sondern als das, was sie ist: die Vielfalt des Wirklichen.

Es gibt ein Rauschen, das nie aufhört – das Rauschen einer Welt, das nicht auf ein bestimmtes Nervensystem zugeschnitten ist und alle anderen schweigend zurechtbiegt.

Dieser Denkraum handelt von dem, was zwischen diesen beiden liegt. Von der Frage, wer die Norm setzt – und wer für sie bezahlt. Von der Erschöpfung, die entsteht, wenn wir täglich in Strukturen funktionieren, die nicht für uns gebaut wurden. Und von dem, was möglich wäre, wenn eine Gesellschaft aufhörte, Andersartigkeit als Defizit zu lesen.

In verschiedenen Themenkomplexen – von Wahrnehmung und Zeitlichkeit über Sprache und Macht bis zu Kunst, Gesundheit und politischer Reform – entfalten die Essays unseres Blogs "Mitten im Rauschen" eine Philosophie der Neurodivergenz, die keine Leidensgeschichte erzählt und keine Heldengeschichte. Sie erzählt eine Erkenntnisgeschichte: wie ein anderes Nervensystem die Welt anders sieht – und was diese andere Sicht zu denken gibt.

Für wen ist dieser Denkraum?

> Für Menschen, die wissen, wie es ist, in einer Welt zu leben, die auf ein anderes Nervensystem zugeschnitten ist.
> Für Menschen, die einen Menschen kennen, der so lebt – und die verstehen wollen, was sie nicht selbst erfahren können.
> Für Menschen, die über Gesellschaft, Sprache, Bildung, Arbeit, Kunst nachdenken und bereit sind, diese Fragen von einem anderen Ort aus zu stellen.
> Für alle, die ahnen, dass die Frage der Norm eine der dringendsten Fragen unserer Zeit ist – auch wenn sie selten so benannt wird.

Mitten im Rauschen bietet Essays zur Zeit als Protokolle der Gegenwart. Einen Denkraum, der nie vollständig gefüllt werden wird – weil die Fragen, denen sich hier gestellt wird, größer sind. Und weil das Denken nicht endet, wenn das letzte Essay veröffentlicht wurde.

Hier geht es zum Online-Blog MITTEN IM RAUSCHEN.
https://imrauschen.de